Livia Hofmann-Buoni

Tierische Assistenz im Krankenhaus

Stellungnahme von Lichtblicke e.V. zum Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN „Assistenz im Krankenhaus für Menschen mit Behinderung sichern – Gesundheitliche Versorgung menschenrechtskonform gestalten“

Denkt man an die Assistenz für Menschen mit Behinderung im Krankenhaus, so fallen einem in der Regel zuerst die persönliche Assistenz oder eine Unterstützung durch Krankenhausbedienstete ein. Es gibt aber noch eine Assistenzform, die auch in der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen festgehalten ist: die tierische Assistenz – in der Regel in Gestalt von Assistenzhunden. Viele Behinderte, die selbstständig leben, haben statt der menschlichen Assistenz eine tierische Assistenz in Form von Assistenzhunden, die ständig bei Ihnen leben und Ihnen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen.

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Diskriminierung mit Assistenzhund

Lisa O. wollte einen schönen Abend im Deutschen Theater München verbringen. Aufgrund ihrer Behinderung ist sie auf ihren Assistenzhund angewiesen. Hund Jacky erfüllt sowohl Servicehunde- als auch Signalhundeaufgaben. Als Servicehund hebt er Lisa Gegenstände auf, als Signalhund zeigt er ihr rechtzeitig epileptische Anfälle an. Aus dem Theaterbesuch wurde jedoch nichts, weil die Leitung des Theaters Hunde nicht akzeptiert, auch keine Assistenzhunde. Lisa bestand auf ihrem Recht und verklagte das Theater wegen Diskriminierung. Das Amtsgericht München gab dem Theater recht, sie fanden die Vorgangsweise nicht diskriminierend. Auch die Berufung beim Landgericht brachte keinen Erfolg. Lisa O. wandte sich daraufhin mit der Unterstützung von Lichtblicke e.V. an das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Vor kurzem kam das Schreiben: Die Klage wird abgewiesen, es wird also keine Entscheidung getroffen.

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